Die Sportart

Beachsoccer vereint Lifestyle mit dem beliebtesten Sport der Welt—dem Fußball. Die Entwicklung des Strandfußballs ist phänomenal: Innerhalb von zehn Jahren hat sich Beachsoccer zu einer offiziellen FIFA-Disziplin entwickelt und wird bereits in über 65 Nationen gespielt. Beachsoccer ist eine kreative, dynamische und abwechslungsreiche Sportart, die reich an Torszenen ist: Etwa alle 30 Sekunden kommt es zu einem Torabschluss. Sowohl Kampf, Einsatz, Kraft und Ausdauer, als auch Technik, Gefühl und Präzision sind die Bestandteile von Beachsoccer. In Brasilien wird seit fast 100 Jahren Beachsoccer gespielt und nun wird der Trendsport auch in Europa immer populärer.
Beachsoccer in Deutschland

Von 1997-1999 wurde Beachsoccer und die Deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft erstmals von einem Promoter begleitet, und es wurde in der EPBSL (European Pro Beachsoccer League) gespielt. Seitdem ist viel passiert. 2001 gründeten Beachsoccer Amateurspieler den Deutschen Beachsoccer Verband e.V. (DBSV) und seit 2002 findet jährlich die DBSV German Beachsoccer Master Tour statt. Dort spielten im Jahr 2012 ca. 650 Teams (Herren und Frauen) auf der Tour mit.

Seit 2013 gibt es in Kooperation mit dem DFB die German Beachsoccer League (GBSL). Dort messen sich die besten 12 Teams Deutschlands. Die besten 4 Mannschaften der Liga spielen dann zusammen mit den 4 Pokal-Qualifikanten um die Deutsche Meisterschaft beim großen Final-Event in Warnemünde.

Qualifikationen durch die Pokalrunde gibt es in verschiedenen Bundesländern. So haben auch Hobbyteams die Möglichkeit zum Titel des Deutschen Meisters.

Beachsoccer olympisch?

Anfang Mai 2013 ist die Entscheidung gefallen Beachsoccer im Rahmen der European Olympics in Baku 2015 mit ins Programm aufzunehmen. Dies verleiht der Forderung, die unter anderem auch von der FIFA unterstützt wird, Beachsoccer ins olympische Programm zu etablieren noch einmal Nachdruck und bietet eine gute Grundlage. Für 2016 in Brasilien ist der olympische Zug leider abgefahren. Aber die Hoffnung besteht, das 2020 Beachsoccer endlich olympisch wird.

Jugendförderung

In Kooperation mit der Nationalmannschaft werden immer mal wieder Kids Camps veranstaltet. Ansonsten haben sich bisher nur die Rostocker Robben und der Wuppertaler SV Beachsoccer der Nachwuchsförderung gewidmet. Dabei bietet Beachsoccer eine sehr günstige Bewegungsform für Kinder. Der Sand nimmt ihnen die Angst vor dem Fallen, so dass besonders gut koordinative Fähigkeiten verbessert werden können, und das sensormotorische System ideal geschult werden kann.

Gesundheit

Grundsätzlich gilt Beachsoccer als eine wenig verletzungsträchtige Sportart im direkten Vergleich zu anderen Spielsportarten mit Gegnerkontakt. In der Rehabilitation nach Verletzungen gerade auch im Profisport ist der Untergrund Sand neben anderen instabilen Böden wie Bewegungskreiseln, Kippbrettern oder Trampolin ein wesentlicher Bestandteil geworden. Der Untergrund bietet einen besonders schonenden Umgang für den gesamten Gelenkapparat.