Wuppertaler Chancenwucher gegen Oberlohberg verhindert Handballergebnis in Wuppertals „Handballmekka“ Buschenburg 10:3 (2:1)

Das vorletzte Spiel des Jahres war ein Heimspiel und wurde in der Heimstätte Buschenburg des Zweitligisten im Damenhandball TV Beyeröhde, ausgetragen. Regelmäßig besuchen über 200 Zuschauer die Heimspiele der selbsternannten „Handballgirls“, um sich sehenswerte Tore wie am Fließband anzuschauen. Nun konnten wir zu unserem dritten Heimspiel der Saison (leider) nur knapp ein Zehntel der Zuschauerzahl des TVB begrüßen, reihenweise sehenswerte Tore gab es aber allemal.

Aufgrund des Hinspielergebnisses (6:6 und einziger Punktverlust dieser Saison) waren die Jungs in rot und blau heiß auf Wiedergutmachung. Dem Trainerteam Erkocevic/Orhan stand dazu ein breiter Kader zur Verfügung, der es ermöglichen sollte das Tempo im Spiel stets hoch zu halten. Dies sollte aber vor allem in der ersten Halbzeit nur Phasenweise gelingen. Dennoch wurde schon im ersten Spielabschnitt deutlich, dass es im Wuppertaler Spiel nur eine Richtung gab und zwar die in Richtung des Oberlohberger Gehäuses. Immer wieder musste die Hintermannschaft unseres Gegners Schwerstarbeit leisten, zumeist in Person des starken Gästekeepers, der seinen Körper in der Manier eines Handballtorwarts in sämtliche Wuppertaler Schüsse warf. Auf Wuppertaler Seite ragte in Halbzeit eins aus einer vor allem in der Defensive starken Mannschaftsleistung Johannes Ziegler heraus. Der ansonsten nicht für seinen Torabschluss bekannte Kapitän des WSV stach immer wieder in die Schnittstellen der Oberlohberger Defensive und sorgte gleich in mehreren Situationen für Torgefahr und belohnte sich und unser Team gleich mit zwei Toren. Beide Vorlagen leistete Orhan. Einziger Wermutstropfen des ersten Spielabschnitts sollte die unzureichende Chancenverwertung bleiben, die eine Vorendscheidung schon in Halbzeit eins verhinderte. Der Anschlusstreffer zum 2:1 kurz vor Halbzeit war die verdiente Quittung.
Der zweite Spielabschnitt brachte zunächst wenig Neues – Orhan auf Ziegler; diesmal krachte allerdings nur das Aluminium des Oberlohberger Kastens. Besser machte es da schon der in den vergangenen Partien torlos gebliebene Arndt, der durch Imeri bedient wurde und am zweiten Pfosten zum 3:1 einschieben durfte. Nur wenig später bediente der heute, mit drei Torvorlagen, starke Sarsour den in der Mitte lauernden Alazaer (4:1). Trotz der immer deutlicheren Überlegenheit des WSV bestrafte uns Oberlohberg konsequent für kleinere Nachlässigkeiten. So zum Beispiel mit den zwischenzeitlichen Toren zum 4:2 und 6:3. Nachdem Erkocevic den alten Abstand mit seinem Tor zum 5:2 wieder hergestellt hatte, schickte Ziegler Orhan auf Reisen und bedankte sich auf diese Weise mit einem Assist zu dessen 6:2. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Physisch wie spielerisch überlegene Wuppertaler drehten in Person von Arndt, Alazaer (Sarsour), Barakat (Arndt) und Imeri (Sarsour) weiter am Ergebnis, während teilweise klarste Torchancen ausgelassen wurden. Alleine die Torchancen im zweiten Spielabschnitt hätten ein „Handballergebnis“ herbeiführen können. Mit Blick auf die Gesamtleistung überwog trotz der mangelnden Chancenverwertung allerdings der positive Eindruck der Partie.
Somit können wir mit dem heutigen Ergebnis zufrieden in die letzte Trainingswoche gehen und uns auf das letzte Heimspiel des Jahres in der Sporthalle Unterbarmen (Kothen) vorbereiten. Anstoß ist am kommenden Samstag um 20h, wenn wir die wiedererstarkten Jungs von Futsalicious Essen zum Abschluss unserer „Wochen der Wahrheit“ begrüßen dürfen.
Für den WSV spielten:
Beram – Erkocevic (1/0), Orhan (1/2), Alazaer (2/0), Ziegler (2/1), Arndt (2/1), Barakat (1/0), Chatrioui, Imeri (1/1), Köster, Ertl, Sarsour (0/3)