Punkteteilung zum Jahresabschluss

// Michael Kuhn

Im letzten Pflichtspiel vor der Winterpause kam die Elf von Peter Radojewski in der Niederrheinliga nur zu einem 1:1 Unentschieden gegen Ratingen 04/19. Das Spiel im EMKA-Leistungszentrum an der Nevigeserstr. hatte über weite Strecken nur sehr mäßiges Niveau. Somit bleibt die Mannschaft mit nunmehr 22 Punkten im Niemandsland der Tabelle hängen.

Die Gäste hatten nach der 1:8-Niederlage in der Vorwoche gegen TuRu Düsseldorf einiges gutzumachen und dieses war ihnen von Beginn an anzumerken. Man stand sehr kompakt in der Defensive und machte schon alleine dadurch den Gastgebern das Leben schwer.

In der Startformation des WSV standen alleine sieben Spieler aus dem Kader der Regionalliga- mannschaft. Unter den Augen von Cheftrainer Hans-Günter Bruns und Sportvorstand Jörg Albracht hatte Christian Hausmann in der 8. Minute die erste Torchance als er nach einer zu kurzen Faustabwehr von Gästekeeper Glenz aus 18 Metern über das Tor schoss. Kurze Zeit später tauchten auch die Gäste das erste Mal erwähnenswert vor dem Tor von Bastian Sube auf, doch der agile Rehag zielte am linken Pfosten vorbei.  In der 17. Minute dann doch die Führung für Ratingen: Cakici konnte sich über die linke Seite gegen eine zu halbherzig agierende WSV-Abwehr durchsetzen und überwand fast von der Torauslinie Bastian Sube zum 0:1.

Wer nun gedacht hatte dass die Rot-Blauen den Druck erhöhen würden, sah sich getäuscht. Viel zu behäbig im Spielaufbau, zu lange den Ball haltend und nicht kreativ genug um die tief stehenden Gäste in Gefahr zu bringen, agierte man bis zum Ende der 1. Halbzeit. Man hatte noch das Glück auf seiner Seite nicht höher in Rückstand zu geraten, denn nach Pass von Rehag traf Cakici mit dem Halbzeitpfiff nur den Pfosten.

Zu Beginn der 2. Hälfte schöpfte Trainer Peter Radojewski sein Wechselkontingent bereits voll aus. Mit Knetsch, Matern und Adeoye für die enttäuschenden Abelski, Baltes und Hausmann versuchte er neuen Schwung in das Spiel zu bringen. Dies sollte sich bereits neun Minuten später auszahlen, als Kapitän Murat Gümüstas nach einem langen Rettungsball von Torwart Sube - dieser hatte durch mutiges Herauslaufen eine Gästechance vereitelt - frei zum Schuss kam und zum Ausgleich einnetzte.

Man merkte der Mannschaft nun an, dass sie das Spiel noch drehen wollte. Alleine die kämpferische Steigerung reichte aber nicht aus um die Ratinger gänzlich in Gefahr zu bringen. Rehag mit einem Freistoß aus 20 Metern den Sube über die Latte lenken konnte (71.), sowie Kastrati in der (73.) und van den Bergh in der (79.) vergaben die letzten Tormöglichkeiten der Partie. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

Trainer Peter Radojewski war nach dem Spiel nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Die Leistung in der 1. Halbzeit war absolut indiskutabel. Wir sind viel zu pomadig aufgetreten und haben anstatt den Gegner mit schnellen Abspielen zu Fehlern zu zwingen immer wieder das Tempo aus dem Spiel herausgenommen. In der Halbzeitpause habe ich dann durch den dreifachen Wechsel versucht neue Impulse zu setzen. Nach dem Wechsel haben wir dann zumindest kämpferisch so agiert wie ich es mir vorgestellt habe. Nach dem frühen Ausgleich hatte ich bis zum Schluss die Hoffnung, dass wir durch eine Aktion das Spiel noch zu unseren Gunsten entscheiden könnten. Unter dem Strich ist das Unentschieden leistungsgerecht. Enttäuscht bin ich von dem Auftritt einiger Spieler besonders im ersten Durchgang."

Weiter geht es in der Niederrheinliga nach der Winterpause am Sonntag, den 26.02.2012 um 15.00 Uhr beim SC Kapellen.

WSV: Sube – van den Bergh, Lorenz, Haas, Ünal – Asaeda, Gümüstas, Hausmann (46. Knetsch), Baltes (46. Matern) – Kastrati, Abelski (46. Adeoye).  Trainer:  Peter Radojewski

Tore: 0:1 Cakici (17.), 1:1 Gümüstas (54.)

Schiedsrichterin: Dalibor Guzijan (Duisburg)


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