Keine Tore zum Rückrundenauftakt in Düsseldorf

// Matthias Hahn

Am Ende war es wie im Hinspiel. Nach 90 Spielminuten stand zwischen der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf und dem WSV ein torloses Remis. Vor gut 1.000 Zuschauern wurden auf Seiten der Wuppertaler leider zu viele Chancen liegen gelassen.

Die Rot-Blauen liefen in der gewohnten Aufstellung auf, Neuzugang Marco Quotschalla nahm erst einmal auf der Auswechselbank Platz.

Die erste Chance des Spiels bot sich Marcel Landers nach etwas über einer Minute. Doch seinen Schuss konnte Fortunen - Keeper Sancaktar zur Ecke abwehren. Sekunden später scheiterte auch Tom Moosmayer mit einem direkten Freistoß am Schlussmann. Nach dreizehn Zeigerumdrehungen hätte das Wuppertaler Führungstor fallen müssen. Passage bekam im eigenen Strafraum das Leder nicht unter Kontrolle, Moosmayer luchste es ihm ab und passte auf Fleßers, der die Kugel jedoch nicht über die Linie brachte – die bis dahin beste WSV-Chance. In den folgenden Minuten beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen.
In der 29. Minute leitete ein missglückter Pass in der Hintermannschaft der Bergischen die größte Düsseldorfer Möglichkeit ein. Aydin erwischte den Ball und bediente Erat. Doch anstatt den Abschluss zu suchen, spielte der rechte Mittelfeldmann noch einmal in die Mitte, wo Aydin dann im Abseits stand – viel Glück für die Gäste. Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Börner aus Iserlohn tat sich nichts mehr, so blieb es nach 45 Minuten torlos.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bracht Hans-Günter Bruns Marco Quotschalla für Marcel Landers. Der Neuzugang hatte nach wenigen Sekunden die erste Großchance, als er aus dem Mittelfeld steil geschickt wurde. Jedoch scheiterte er an Sancaktar – das wäre ein Einstand gewesen für den früheren Schalker. Doch in den folgenden Minuten verflachte das Spiel wieder. Die jungen Fortunen waren eher darauf aus, kein Gegentor zu bekommen, bei den Bergischen fehlte auf dem tiefen und nassen Boden im Paul-Janes-Stadion bei den Pässen in die Spitze oftmals die Präzision. Nach 66 Minuten lag der Ball dann tatsächlich im Düsseldorfer Tor. Doch Quotschalla foulte nach der Kopfball-Verlängerung von Christian Knappmann seinen Gegenspieler im Zweikampf, so dass die Aktion abgepfiffen wurde.
Doch Quotschalla belebte das Wuppertaler Angriffsspiel. Zwei Minuten später wurde nach Flanke von Maciej Zieba sein Torschuss aus elf Metern in letzter Sekunde geblockt. Doch auch Knappmann hatte bis dato kein Schussglück. Frei kam er dreizehn Minuten vor dem Ende an den Ball, doch auch hier warf sich ein Spieler der Fortunen in allerletzter Sekunde in den Torschuss. Ähnlich war es Sekunden später erneut bei Quotschalla, erneut wurde gerettet.
Thomas Schlieter versuchte es in der der 83. Minute aus der Distanz, auch hier fehlte nicht viel, ähnlich wie beim Sololauf von Benjamin Baltes fünf Minuten vor dem Ende – der Führungstreffer war überfällig, doch er fiel nicht. So blieb es beim für die Gäste unbefriedigenden 0:0. 

So war Trainer Bruns nach dem Schlusspfiff nicht zufrieden: „In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe, aber von den sieben oder acht hochkarätigen Chancen muss man auch mal eine rein machen.“ 

Im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen Fortuna Köln am kommenden Samstag um 14:00 Uhr besteht erneut die Möglichkeit zu drei Punkten.

Fortuna Düsseldorf II: Sancaktar – Passage, Incilli, Klemt, Nandzik – Fahrian, Haufe – Erat, Krol (81.M´Bengue), Schikowski (74.Maheu) – Aydin (90.+4 Blaas). Trainer: Goran Vucic 

WSV: Semmler – El Hammouchi, Schlieter, Flottmann, Herzenbruch (77.Baltes) – Landers (46.Quotschalla), Meier, Fleßers, Moosmayer – Zieba, Knappmann. Trainer: Hans-Günter Bruns  

Gelb: Schikowski, Fahrian, Maheu - Flottmann 

Schiedsrichter: Börner (Iserlohn) 

Zuschauer: 995

Fotos: Stefan Rittershaus




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