Auf Südwesttour beim KSC und Waldhof Mannheim
Im Rahmen der Vorbereitung auf die am 12.02.2012 beginnende Rückrunde in der A-Junioren Bundesliga-West absolvierten unsere U 19 –Junioren am Wochenende zwei Testspiele im Südwesten der Republik gegen Gegner aus der Bundesliga Südstaffel. Am Samstag unterlag man beim Karlsruher SC mit 0:4 Toren und am Sonntag konnte man beim SV Waldhof Mannheim ein 0:0 Unentschieden erzielen.
Für Cheftrainer Christian Schumacher hatte dieses Wochenende nicht nur einen sportlichen Stellenwert, sondern diente auch der Integration der in der Winterpause neu verpflichteten Spieler. „ Um sportlich eine homogene Einheit zu bilden ist es unerlässlich die hinzugekommenen Jungs in die Mannschaft einzugliedern. Gerade wenn auch sprachliche Barrieren hinzukommen. Ein solches Wochenende ist dabei von Bedeutung, da die Mannschaft außerhalb des normalen Trainingsbetriebes zusammen ist und sich die Neuen einfinden können. „
Nach der sportlich nicht befriedigenden Hinrunde hat es einige Veränderungen im Kader gegeben. Neben Robin Jäger verabschiedeten sich auch Melih Karakas, Fitim Peci und Vincenzo Porrello mit unbekanntem neuem Ziel aus Wuppertal. Nach diversen Sichtungstrainingseinheiten konnte man sich auf mehreren Positionen verstärken, was im Rahmen der Möglichkeiten machbar gewesen ist. Mit Daniel Stojanowski vom 1.FC Köln, Kennedy Rayomba von der 1.Jugendfußballschule Köln, Sascha Hofrath von Rot-Weiß Essen und Nedim Basic aus Australien von Olympic Sydney konnte man bereits vier neue Spieler verpflichten. Bei Hofrath und Basic war Ex-WSV Spieler Uwe Kober der Wegbereiter. Trainer Schumacher hofft Anfang der Woche auch Vollzug Nr.5 vermelden zu können. Dann sollte auch Jacub Przybylko von Arminia Bielefeld zum WSV Kader stoßen.
„ Die Gespräche stehen kurz vor dem Abschluss und ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen alles dingfest machen können „ ist Schumacher positiv gestimmt. Ob noch weitere Spieler hinzukommen werden, wird sich im Laufe der Woche entscheiden. Przybylko hatte bereits zweifelhafte Erfahrungen mit unserem Verein gemacht. Er war es der im Mai vergangenen Jahres im Abstiegsendspiel mit Arminia Bielefeld den entscheidenden Elfmeter gegen Torwart Felix Herzenbruch nicht verwandeln konnte.
Aus sportlicher Sicht war am Samstag mit dem Spiel beim Karlsruher SC im Schatten des Wildparkstadions die Niederlage mit 0:4 Toren ein wenig zu hoch ausgefallen. In der ersten halben Stunde konnte man das Spiel offen gestalten und mit dem Tabellendritten aus der Südliga mithalten. Im weiteren Verlauf des Spieles waren die Badener dann das spielerisch bessere Team und setzten mit ihrem taktisch und kraftvoll angelegten Spiel unsere Mannschaft mehr und mehr unter Druck. Mit einem Doppelschlag in der 63. und 65. Minute zum 2:0 und 3:0 war das Spiel dann entschieden. Das vierte Gegentor kurz vor Spielende stellte nur noch Ergebniskosmetik da. Leider schied Yannik Böhr bereits in der ersten Spielhälfte verletzt aus und musste vorzeitig die Heimreise antreten.
Am Sonntag konnte man ein 0:0 im Schatten des alterwürdigen Waldhofstadion am Alsenweg gegen Waldhof Mannheim erzielen. Im Gegensatz zum Spiel in Karlsruhe war die Mannschaft über die gesamte Spielzeit sehr aggressiv und zweikampfstark. Die taktische Zuordnung klappte deutlich besser und auch spielerisch konnte man noch einmal eine Schüppe drauflegen. Man ließ wenige Chancen des Gegners zu und hätte mit ein wenig Glück auch die Begegnung zu den eigenen Gunsten entscheiden können. Doch Michael Hong traf in der 33. Spielminute nur die Latte und Toni Tassone konnte 5 Minuten vor Spielende alleine vor dem Waldhofkeeper nicht erfolgreich abschließen. So blieb es letztendlich beim torlosen Remis gegen die vom Ex-KSC Profi Stefan Groß trainierten Gastgeber.
Erwähnenswert war nicht nur die sehr freundliche Kontaktaufnahme mit den beiden gastgebenden Vereinen, sondern auch das Engagement von Dietmar Hopp für die Region Mannheim und Umgebung. War der Verein Waldhof Mannheim vor Jahren noch finanziell kurz vor dem Aus, war es Hopp der diesen wieder aufrichtete und insbesondere der Juniorenabteilung ein Jugendförderzentrum ermöglichte das die Gäste aus Wuppertal schon ein bisschen neidisch machte. Nicht nur die vielen guten Kunstrasenspielfelder und das benachbarte Waldhofstadion in dem die U 19 in der Hinrunde vor 1.500!! Zuschauern gegen Bayern München spielte, sondern die Möglichkeiten im sozialen und schulischen Bereich für den Verein verdienen höchste Anerkennung. Hier wussten die Verantwortlichen aus der Aufbauarbeit der vergangenen fünf Jahre zu berichten. Die Delegation aus Wuppertal nahm dies mit Respekt auf und die gewonnenen Eindrücke mit auf die Heimreise.
Teammanager Michael Kuhn war zufrieden mit den Abläufen des Wochenendes und stellte heraus das man erneut neue und wertvolle Kontakte geknüpft habe, die es für die Zukunft auszubauen gilt. Der WSV konnte auch bei den Verantwortlichen in Karlsruhe und Mannheim positiv durch die U19 repräsentiert werden.

















