Debakel in Oberhausen
Was sich heute Mittag auf der Sportanlage Rechenacker in Oberhausen unter den Augen von WSV Cheftrainer Hans-Günter Bruns zugetragen hat, kann man aus Sicht der Wuppertaler als absolutes Debakel bezeichnen. Über weite Strecken des Spieles völlig chancenlos unterlag unsere U19 mit sage und schreibe 1:5 Toren bei Rot-Weiß Oberhausen.
Hätte Torwart Tim Boss nicht noch mehrere 100prozentige Einschusschancen der Gastgeber zu Nichte gemacht, wäre es zum totalen Knockout gekommen.
Interimstrainer Rolf Duhr der den wegen seiner Operationsfolgen fehlenden Trainer Christian Schumacher erneut vertrat und sein Co-Trainer Dirk Schröder waren nach dem Spiel sprachlos und auch mit einigem Abstand zu den Geschehnissen an der Landwehr fiel eine konkrete Analyse schwer. Lediglich in den ersten 20 Minuten konnte man einigermaßen mithalten und auch 2 Tormöglichkeiten erspielen. Doch sowohl Hong nach Freistoß von Urban und Kapitän Spiegel auf Zuspiel des agilen Öktem konnten in aussichtsreicher Position in letzter Sekunde entscheidend gestört werden.
Doch danach nahm das Unglück seinen Lauf und mit dem Rückstand nach 23 Minuten brach die Mannschaft wie schon so oft in dieser Saison völlig zusammen. Im Anschluss wurde kaum noch ein Zweikampf gewonnen, die Zuordnung bei Standardsituationen war völlig unzureichend so dass schon jeder Eckball eine Gefahr darstellte. Nach einer der zahlreichen Eckbällen fiel auch das 2:0 in der 29.Minute. Als wäre dieser Rückstand gegen einen direkten Mitkonkurrenten nicht schon demütigend genug, fing man sich kurz vor dem Halbzeitpfiff auch noch den dritten Gegentreffer als man in der Rückwärtsbewegung zu langsam und im Tackling zu unentschlossen auch dieses Tor nicht verhindern konnte.
Mit diesem Spielstand zur Pause waren nicht nur die Hoffnungen auf einen Punktgewinn auf den Nullpunkt gesunken, sondern der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz bereits auf 5 Punkte angewachsen. Nach der Pause schalteten die Rot-Weißen einen Gang zurück ohne die Spielkontrolle zu verlieren. Manoel Splettstößer rückte nun in die Innenverteidigung und Rijad Tafilovic übernahm die Sechser-Position. Das Spiel beruhigte sich bis zur 70.Minute, als erneut ein schnell vorgetragener Angriff über die rechte Seite mit einer 2 gegen 1 Situation und dem 4 Treffer aus Sicht der Gastgeber abgeschlossen werden konnte.
Weitere 5 Minuten später dann wenigstens der Ehrentreffer, als eine schöne Kombination über 3 Stationen von Rijad Tafilovic der auch noch den Keeper aussteigen lies abgeschlossen wurde. Damit waren die positiven Aktionen aber auch schon genannt und der Spielendstand in der 79.Minute nur noch weitere Ergebniskosmetik.
Am Ende musste man feststellen, dass man nicht nur in der Höhe völlig verdient verloren hatte, sondern auch ein Klassenunterschied erkennbar war. Wenn vor dem Spiel von Charakterfrage und Richtungsweisendem Spiel die Sprache war kann man nur zu einem nüchternen Ergebnis kommen:
In dieser Form wird man es im weiteren Verlauf der Saison sehr schwer haben die nötigen Punkte zu sammeln um am Ende den Ligaverbleib zu sichern.
Das letzte Spiel des Jahres 2011 bestreitet die U19 am kommenden Sonntag, den 11.12.2011 wieder zur gewohnten Anstoßzeit um 11.00 Uhr auf der Bezirkssportanlage Uellendahl gegen Fort.Düsseldorf.
WSV: Boss – Böhr, Wagner (53. Tassone), Tafilovic, Weiß – Schröder, Pfeifer (46. Gencol), Urban (46. Splettstößer), Hong, Öktem – Spiegel (77. Peci). Interimstrainer: Rolf Duhr
Tore: 1:0 (23.), 2:0 (29.), 3:0 (41.), 4:0 (70.), 4:1 (75.) Tafilovic, 5:1 (79.)
Schiedsrichter: Marco Unholzer ( Birkenau )

















